Deutscher Nationalspieler (48 A-Länderspiele, 1 Tor)
Vier Kreuzbandrisse in der Profikarriere:
Den Kreuzbandriss im Knie, der für die meisten Fußballer
der 1950er und 1960er Jahre noch das Karriereende bedeutete,
erlitt Jens Nowotny in seiner Profikarriere insgesamt viermal.
Nowotny erholte sich stets von dieser schwersten aller Fussballer-Verletzungen.
Erstmals ereilte Nowotny diese Verletzung am linken Knie im
Jahr 1991 zu seiner Zeit beim Karlsruher SC. Am 30. April 2002
und am 26. Januar 2003 hatte der Bayer-Kapitän im rechten
Knie jeweils einen Kreuzbandriss erlitten. Am 19.02.2005 ereilte
ihn im Bundesligaspiel 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusenzum
vierten Mal dieses Schicksal.
Vom Training ausgeschlossen:
In der Saison 2005/2006 wurde Nowotny zwischenzeitlich vom Spielbetrieb
bei Bayer 04 Leverkusen ausgeschlossen, nachdem er den Verein
erfolglos wegen Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall vor dem
Arbeitsgereicht Solingen verklagt hatte. Er durfte zwar weiterhin
mit der Mannschaft trainieren, medizinische Behandlung in Anspruch
nehmen und bezog auch weiterhin sein Gehalt, schien aber nie
mehr für Bayer spielen zu dürfen. Beide Fronten konnten
sich jedoch wieder einigen, so dass Nowotny am 20. Spieltag
erstmals wieder für Bayer Leverkusen auflief und sogar
überraschend von Bundestrainer Jürgen
Klinsmann in den
Kader der deutschen Weltmeisterschaftsmannschaft von 2006
nominiert wurde.
Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland
Bei dem Weltmeisterschafts-Turnier in Deutschland bestritt er
bei der Partie um den dritten Platz gegen Portugal das erste
und einzige Weltmeisterschafts-Spiel seiner Karriere. Die Nominierung
Nowotnys durch Klinsmann überraschte viele Experten, galt
jedoch als geschickter Zug. Der Abwehrchef von Bayer Leverkusen
sollte mit seiner jahrelangen Erfahrung im Profigeschäft
den jungen und unerfahrenen Mannschaftskollegen bei Bedarf beratend
zur Seite stehen. Obwohl Nowotny für das letzte große
Turnier seiner Karriere nicht für die Stammelf vorgesehen
war, konnte Klinsmann sich sicher sein, das Nowotny nicht lautstark
einen Stammplatz fordern würde. Gleichzeitig war Nowotny
aufgrund seiner spielerischen Klasse jederzeit in der Lage,
bei einem möglichen Einsatz die deutsche Abwehr zu stärken.
Hierzu kam es in der letzten deutsche Partie des Turnier. Nowotny
lieferte eine tadellose Partie in der Innenverteidigung der
deutschen Nationalmannschaft ab.
Karriereende
Jens Nowotny beendet am 21. Januar 2007 im Alter von 33 Jahren
mit sofortiger Wirkung seine Karriere. Eine neuerliche Knieverletzung
habe den Ausschlag gegeben, begründete der Abwehrspieler
im Sportmagazin «Kicker» seinen Rücktritt.
Nach 334 Bundesliga- und 48 Länderspielen sowie zehn Spielen
für den kroatischen Erstligisten Dinamo Zagreb hörte
er nach einem Meniskusschaden auf. Nowotny hatte bereits vier
Kreuzbandrisse sowie weitere schwere Verletzungen erlitten.