Aktiv bei:
Borussia Mönchengladbach (2004-dato)
Bayer 04 Leverkusen (1999-2004)
Hansa Rostock (1997-1999)
CD Teneriffa (1996/1997)
Servette Genf (1992-1996)
FC Locarno (1991-1992)
FC Gambarogno (bis 1991)
Über Umwege führte ihn sein Weg nach
Deutschland in die Bundesliga und zur deutschen Nationalmannschaft.
Oliver Neuville machte sich in der Bundesliga einen Namen als
Konterstürmer. Seine Schnelligkeit und die Fähigkeit
auch über die Flügel für Gefahr zu Sorgen brachten
Ihn bis in die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Hier
erlebte er mit dem Titel des Vize-Weltmeisters 2002 und dem dritten
Platz bei der Weltmeisterschaft 2006 seine Karrierehöhepunkte.
Wichtige Karriere-Schritte in der Schweiz
und Spanien
Der in der italienischen Schweiz geborene Stürmer Oliver
Neuville spielte zu Beginn seiner Profi-Laufbahn beim Zweitligisten
FC Gambarogno und später in der 1. Schweizer Liga bei Servette
Genf. Der Sohn eines deutschen Fußball-Legionärs und
einer italienischen Mutter blieb insgeamt 4 Jahre bei Servette
Genf, ehe er zu CD Teneriffa in die spanische Primera División
wechselte. Der Trainer von CD Teneriffa hieß damals Jupp
Heynckes, an dessen Seite Ewald
Lienen als Co-Trainer und Scout arbeitete. Lienen war es,
dem Neuville in der Schweiz auffiel und der ihn nach Teneriffa
holte. Oliver Neuville wurde in seinen 33 Ligaspielen, die er
in Spaniens höchster Liga absolvierte, hauptsächlich
im rechten, manchmal im linken Mittelfeld eingesetzt, wo er allerdings
trotz des Einzug in UEFA-Pokal-Halbfinales (Niederlage
gegen den späteren UEFA-Pokalsieger Schalke 04) und eines
soliden 9. Platzes in der spanischen Meisterschafts nicht glücklich
wurde.
Über Hansa Rostock in die deutsche
Nationalmannschaft
Teneriffas Co-Trainer Ewald Lienen
wechselte zu Beginn der Saison
1997/1998 zum FC Hansa Rostock in die 1. Bundeliga auf den
Cheftrainer-Posten und nahm den schmächtig wirkenden Oliver
Neuville kurzerhand einfach mit an die Ostsee. Hier wurde Neuville
als Sturmspitze eingesetzt und schlug gleich zu Beginn wie eine
Bombe ein, erzielte schon in seinen ersten vier Bundesliga-Spielen
drei Tore. Hansa Rostock profitierte von den Toren Oliver Neuvilles
und eines Stumpartners Sergej Barbarez
und hatte bis zum letzten Spieltag die Chance sich für den
UEFA-Pokal zu qualifizieren. Dies misslang der Mannschaft, um
die Routiniers Timo Lange, Hilmar
Weilandt oder Stefan Studer
denkbar knapp. Beim DFB wurde man auf die guten Leistungen Neuvilles
aufmerksam und reagierte schneller als der Schweizer Fussballverband,
der auch Verwendung für Neuville in der schweizer Nationalmannschaft
gehabt hätte. Für den damals 25-jährigen Neuville
begann die neue Saison 1998/99 mit dem Debüt in der deutschen
Nationalmannschaft im Länderspiel gegen Malta noch unter
Trainer Berti Vogts, der kurze Zeit
später durch Erich Ribbeck
abgelöst wurde. Unter Ribbeck
folgten weitere, zunächst kurze Einsätze in der Nationalmannschaft.
Wechsel zur Werkself von Bayer Leverkusen
Schon im Jahr 1999 hatte sich Neuville zum Stammspieler in der
Nationalmannschaft hochgespielt, für die er 12 von insgesamt
13 Spielen absolvierte. Neuvilles Wechsel von Hansa Rostock zum
etablierten Bundesliga-Verein Bayer Leverkusen war der nächste
logische Schritt in seiner Karriere. Bei Bayer Leverkusen bildete
Oliver Neuville zusammen mit Ulf Kirsten
und später mit Dimitar Berbatov
ein stets gefährliches Angriffs-Duo. Unterstützt vom
namhaften Mittelfeld Bayer Leverkusens, dem zu Neuvilles Zeit
unter anderem Michael Ballack,
Zé Roberto, Bernd
Schneider und Yildiray Bastürk
angehörten, gelangen laufstarken Neuville insgesamt 42 Tore
in 165 Bundesliga-Spielen. Umso überaschender war die Nicht-Berücksichtigung
Neuvilles für den Kader
der deutschen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2000
durch Erich Ribbeck. Nach dem
sportlichen Rückschlag der Euro 2002 für die Nationalmannschaft
und Neuville, folgte das sportlich erfolgreichste und denkwürdigste
Jahr in der Karriere.
Scheitern auf allerhöchstem Niveau
- Oder: Die verlorenen vier Finale Nachdem
Leverkusen in der Saison 1999/2000 bei der SpVgg Unterhaching
noch am letzten Spieltag die Meisterschaft vergeigte, sollte es
zwei Jahre später mit der Meisterschaft klappen. Obwohl die
wenigsten Experten Leverkusen auf der Rechnung hatte, spielte
Bayer Leverkusen in der Saison 2001/2002 abgeklärter den
je und war in den nationalen Wettbewerben das Maß aller
Dinge. Die Mannschaft erreichte unter Trainer
Klaus Toppmöller das DFB-Pokal-Endspiel gegen den FC
Schalke 04 und dominierte die 1. Bundesliga. Auch in der Champions-League
ließ Bayer Leverkusen die namhaftesten Gegner wie Juventus
Turin, FC Arsenal London oder den FC Barcelona hinter sich. Im
Halbfinale gegen Manchester United sicherten die beiden Tore von
Oliver Neuville den Finaleinzug gegen Real Madrid. Für Neuville
lief diese Saison prächtig. Er war Stammspieler und kam in
der Bundesliga auf insgesamt 33 Einsätze, in denen er 13
Tore erzielte. Das Unheil nahm für Bayer Leverkusen am 32.
Bundesliga-Spieltag seinen Lauf: Auf der Zielgerade zur Meisterschaft
verlor man gegen Werder Bremen und gegen den 1. FC Nürnberg
und musste schließlich Borussia Dortmund die Meisterschale
überlassen. Nur eine Woche später verlor Bayer Leverkusen
auch das DFB-Pokal-Finale mit 2:4 gegen Schalke 04. Im 60. Pflichtspiel
dieser für Bayer Leverkusen langen Saison ging auch schließlich
noch das Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid knapp verloren.
Für Oliver Neuville und seine entkräfteten Leverkusener
Kollegen Jörg Butt, Michael
Ballack, Carsten Ramelow
und Bernd Schneider war die
Saison allerdings noch nicht vorbei. Sie reisten im Juni mit der
deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Korea/
und Japan um sich nach dem völlig überraschenden Finaleinzug
schließlich auch Brasilien geschlagen zu geben. Bei diesem
Turnier erzielte Oliver Neuville das wichtige Siegtor im Achtelfinale
gegen Paraquay.