Felix Magath
* 26.07.1953

Deutscher Nationalspieler (1977-1986), 43 A-Länderspiele, 3
Tore
Aktiv bei:
FC Bremerhaven (1992-1993)
Hamburger SV (1976-1986)
1. FC Saarbrücken (1974-1976)
SV Viktoria Aschaffenburg (1972-1974)
TV 1860 Aschaffenburg (1964-1972)
VfR Nilkheim (1960-1964)
Erfolge als Spieler:
Vize-Weltmeister
1982 mit Deutschland
Vize-Weltmeister
1986 mit Deutschland
Europameister 1980 mit Deutschland
Champions-League-Sieger: 1983 mit Hamburger SV
Deutscher Meister 1982/1983 mit Hamburger SV
Deutscher Meister
1981/1982 mit Hamburger SV
Deutscher Meister 1978/1979 mit Hamburger SV
Europokalsieger der Pokalsieger: 1977 mit Hamburger SV
Stationen als Vereinstrainer:
VfL Wolfsburg (2007-dato)
FC Bayern München
VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt
SV Werder Bremen
1. FC Nürnberg
Hamburger SV
FC Bremerhaven
Erfolge als Trainer:
Deutscher Meister 2004/2005
mit FC Bayern München
Deutscher Meister 2005/2006
mit FC Bayern München
Deutscher Pokalsieger
2004/2005
mit FC Bayern München
Deutscher Pokalsieger
2005/2006 mit FC Bayern München
Aufstieg mit den 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga
Trainerzeit bei Eintracht Frankfurt (2000-2001)
Mit der Frankfurter Eintracht schaffte Magath in der Saison 1999/2000
eine kleine Sensation: Am 01.Februar 2000 übernahm er das Team
von Jörg Berger, das mit nur
9 Punkten aus 18 Spielen weit abgeschlagen sowie finanziellen Sorgen
im Vereins-Umfeld, auf dem letzten Tabellenplatz stand. 10 Punkte
trennte die Hessen vom rettenden Ufer. Damals galt in der Bundesliga
noch die 2-Punkte-Regelung (1 Sieg = 2 Punkte). Magath schaffte
das unmögliche und formte aus dem Kader die drittbeste Mannschaft
der Bundesliga-Rückrunde. Mit einem zeitlichen Abstand von
sieben Jahren bezeichnete Magath diese Leistung später in einem
Interview als seinen persönlich größten Erfolg als
Trainer und ordnete diesen Klassenerhalt noch über das später
erreichte Doppel-Double beim FC Bayern ein.
Die körperlichen Anstrengungen, die die Eintracht-Profis durch
Magaths Drill durchlebten, sorgten für einige humoristische
Aussagen der Fußballspieler, die nun wieder auf der Erfolgsspur
liefen. So stellte Jan-Aage Fjörtoft scherzhaft fest, dass
Magaths Training zwar wie ein Zahnarzttermin sei, vor dem man sich
vorher fürchtet, sich danach dann aber doch besser fühle.
Der Togolesische Stürmer Bachirou
Salou sah in Magath gar den letzten Diktator Europas, während
der damalige chinesische Nationalspieler Chen Yang seine Kinder
lieber nicht von Magath erziehen lassen wolle.
Der Kredit für das durch Magath vollbrachte Wunder war bei
den Verantwortlichen hingegen schon nach fast genau einem Jahr wieder
aufgebraucht. Nach guten Saison-Start glitt Eintracht Frankfurt
am 18. Spieltag der Saison 2000/2001 durch eine 1:5 Heimniederlage
gegen den 1. FC Köln auf einen Abstiegsplatz ab. Magath wurde
entlassen, Frankfurt versank im Chaos und stieg zum zweiten Mal
nach 1996 zusammen mit der SpVgg
Unterhaching und dem VfL
Bochum in die 2. Bundesliga ab.
Trainerzeit beim VfB Stuttgart (2001-2004)
Knapp einen Monat nach der Entlassung bei Eintracht Frankfurt übernahm
Magath den frisch aus dem UEFA-Pokal ausgeschieden und in der Bundesliga
auf einem Abstiegsplatz stehenden VfB Stuttgart. Er trat die Nachfolge
von "Fußball-Professor" Ralf
Rangnick an und sicherte auch für den VfB den Klassenerhalt.
Beim VfB Stuttgart formte Magath in den folgenden drei Jahren junge
Spieler wie Aliaksandr Hleb, Timo
Hildebrand, Philipp Lahm, Andreas
Hinkel und Kevin Kuranyi zu
Leistungsträgern und machte Sie zu Nationalspielern. Magath
schaffte in der Mannschaft eine gute Mischung zwischen dem Stuttgarter
Jugendstil und den erfahrenen Leistungsträgern wie dem Zvonimir
Soldo, Krassimir Balakov
oder den Ex-Frankfurter Horst Heldt,
der aus Österreich zurück in die Bundesliga transferiert
wurde. Ein Titel sprang zwar nicht heraus, aber ganz Deutschland
erfreute sich an der erfrischend aufspielenden Stuttgarter Mannschaft,
die nach der Saison 2003/2004 auf Trainer Magath verzichten musste,
der einen Vertrag bei Bayern München unterzeichnete.
Trainerzeit bei Bayern München (2004-2007)
Felix
Magath trat in der Saison 2004/2005 die Nachfolge von Ottmar
Hitzfeld auf dem Trainerstuhl des FC Bayern Münchens an.
Der für seine harte Gangart, bei den Bundesliga-Profis gefürchtete
Magath holte in seinen beiden Jahren (2005
und 2006) bei den
Bayern zweimal hintereinander das Double (Deutsche Meisterschaft
und DFB-Pokalsieg). Dies war bis dahin noch keinem anderen Trainer
in Deutschland gelungen. International konnte Magath die hoch definierten
Erwartungen als Trainer der Bayern allerdings nicht erfüllen.
Das von der Führungs-Riege der Bayern definierte Erreichen
des Champions-League-Halbfinale konnte unter Magath nicht erreicht
werden. In der Champions League scheiterte er im Achtel- und Viertelfinale.
Am 31.01.2007 entließ der FC Bayern München
Felix Magath zur großen Überraschung mit sofortiger Wirkung.
Nach dem erfolglosen Start in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga-Saison
2006/2007 gaben die Verantwortlichen in Person von Manager Uli
Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz
Rummenigge dem Trainer den Laufpass. Eine Niederlage bei Borussia
Dortmund und ein Unentschieden zuhause gegen den Abstiegskandidaten
VfL Bochum gaben
den Ausschlag für diese Entscheidung. Bereits nach dem Spiel
gegen Bochum gingen beide sichtbar auf Distanz zu Magath. Zu diesem
Zeitpunkt hatte Bayern München fünf Punkte Rückstand
auf den Tabellenführer Werder
Bremen. Als Nachfolger wurde sein wiederum sein Vorgänger
Ottmar Hitzfeld vorgestellt. Die
Meisterschaft sicherte sich am Saisonende der VfB
Stuttgart. Magath wechselte zur neuen Saison als Trainer und
Manager in Personal-Union zum VfL Wolfsburg.
Trainerzeit beim VfL Wolfsburg (2007-dato)
Felix
Magath baute die Mannschaft um den Star Marcelinho mächtig
um. Mehr als zwanzig Spieler verließen den Verein oder wurden
verliehen. Magaths Team stabilisierte sich nach anfänglichen
Schwierigkeiten im Laufe der Saison und beendete die Saison 2007/2008
im oberen Tabellendrittel. In dieser Zeit des Umbruchs war auch
das Erreichen des Halbfinale im DFB-Pokal ein unerwarteter Erfolg.
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