Stinkfinger-Affäre
Am 06.12.2006, beim letzten Champions League-Spiel der Saison
2006/2007 des Hamburger SV gegen ZSKA Moskau zeigte Timothee
Atouba den HSV-Fans mit dem Stinkefinger, was er von ihnen
hielt. Das Publikum hatte ihn vor seiner Auswechslung ausgepfiffen.
In diesem Spiel hatte sich der angeschlagene Timothee Atouba
zunächst dazu hinreißen lassen, im eigenen Strafraum
seinem Gegenspieler ohne Not ein Bein zu stellen, was vom
italienischen Schiedsrichter Stefano Farina mit einem Elfemter
geahndet wurde. Der Gegner ZSKA Moskau verwandelte den fälligen
Elfmeter zum 0:1. Auch am 1:2 der Moskauer war der deutlich
sichtbar geschwächte Atouba beteiligt.
Nach dem 1:2 drohte das Spiel sowohl zu kippen als auch zu
eskalieren. Zuschauern wie Spielern gingen die Nerven durch.
So wurde Atouba gnadenlos von den eigenen Fans niedergepfiffen.
Als er sich kurz darauf auswechseln ließ, zeigte er
dem Publikum vor Wut mehrfach den gestreckten Mittelfinger.
Schiedsrichter Farina nahm die Situation wahr und zeigt Atouba
nach seiner Auswechlung noch die rote Karte. Die Zuschauer
fühlten sich davon so sehr provoziert, das Spiegel-Online
später von Tumulten auf der HSV-Tribüne schrieb.
Es seien von vereinzelten Zuschauern sogar Bierbecher in Richtung
Atoubas geworfen worden.
Kritik erntete das Trainergespann Doll/Zumdick
von Spiegel-Online im Anschluß des Spiels dafür,
dass sie die Situation falsch einschätzten und Atouba
trotz offensichtlicher Verletzung erst spät auswechselten.
Der HSV gewann das Spiel dennoch mit 3:2.